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Videoaufnahme der Fotoprobe am 02.07.09 | Kamera & Schnitt: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.

cie. toula limnaios: les possédés

Vorstellungen: 15. - 18. +  22. - 24. April 2010, 21.00 Uhr

in der HALLE Tanzbühne BERLIN
Eberswalder Straße 10-11
10437 Berlin

Karten: 030 - 440 44 292
ticket@halle-tanz-berlin.de

www.halle-tanz-berlin.de

Konzept/ Choreographie: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Tanz/ Kreation: Mercedes Appugliese, Fleur Conlon, Kayoko Minami, Clebio Oliveira, Ute Pliestermann, Hironori Sugata
Lichtdesign: Maximilian Stelzl
Kostüme: Antonia Limnaios, Toula Limnaios
Assistenz: Felipe Luck
Public Relations: Silke Wiethe

Eine Produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher Unterstützung der Kulturverwaltung des Landes Berlin und der Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Bundes.

Die Inszenierung fußt auf Charakterbeschreibungen, die von Dostojewskijs psychologisch geprägten Menschenbildern inspiriert sind. Alle seine Helden hinterfragen den Sinn des Lebens. Deswegen sind sie so modern und aktuell.
 
Die Figuren verstricken sich in surreal undurchschaubare, bedrohliche Situationen. Es sind fest sitzende Menschen, gefangen in einem Netz ihrer Ängste, zwischen Selbstversicherung und Verunsicherung, Sehnsucht und Scheitern, Macht und Missbrauch, Idealismus und Fanatismus. Besessen von ihren inneren Dämonen, öffnen sie einen Riss - hineingesogen, wie hypnotisiert, entdecken sie einen Abgrund hinter der Fassade, Masken des Alltags, ein Schein der früher oder später zerfällt.
 
Vielleicht ist das Dämonische eine schöne und romantische Vorstellung, wie sie Stefan Zweig beschreibt: „Die ursprünglich und wesenhaft jedem Menschen eingeborene Unruhe, die ihn aus sich selber heraus, über sich selbst hinaus ins Unendliche treibt, gleichsam als hätte die Natur von ihrem einstigen Chaos ein unveräußerliches unruhiges Teil in jeder einzelnen Seele zurückgelassen.“
 
Nicht das Exzessive, sondern die alltägliche Nacht, hinter der etwas Unheilvolles schimmert ... zwei Schritte weiter... und die Seele wird schwarz ... Das Dunkle ist manchmal noch fern, manchmal schillert es schon im Schatten am Rande der Szenerie – in stillem Einklang – ein unsicheres Gelände – tief bedrohlich und elegant beschworen. Eine Ausgrabung – schön und gespenstisch – über die Ängste und Schwächen banger Herzen. Ein geheimnisvoller Schatten liegt über dem Geschehen ... jederzeit könnte etwas passieren ... nicht offensichtlich und doch ist es überall ...
 
Kreiert werden Portraits, die die menschliche Existenz in ein unerbittliches Licht rücken und die Personen bis zum äußersten Grat treiben. Ihr verhängnisvolles Verhalten wird in radikale Bilder gebannt, die trotz der Tragödie der Grenzen menschlichen Handelns ein eigenwillig poetisches Spiel bieten.

 MAIL@TANZFORUMBERLIN.DE
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