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Videoaufnahme der Premiere am 23.03.10 | Kamera & Editing: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Anna Konjetzky, Volker Staub, Daniel Smutny und Max Kaminski: dann still
Premiere: 23. März 2010, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellung: 24. März 2010, 20.00 Uhr
Kesselhaus KulturBrauerei Berlin
Knaakstr. 97
10435 Berlin
Kartenvorverkauf:
Tic im Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
Tel.: 030-44315151
oder www.hekticket.de
Choreografie, Raum, Licht: Anna Konjetzky
Komposition, akustische Instrumente: Volker Staub
Komposition, elektroakustische Instrumente: Daniel Smutny
Raum und Bühnenkonstruktion: Max Kaminski
Tanz: Sahra Huby
Video: Mark Stephan
Preisträgerproduktion operare 09 der Zeitgenössischen Oper Berlin
„operare“ ist ein Projekt ist ein Projekt der Zeitgenössischen Oper Berlin in Kooperation mit dem KNM Berlin, dem Radialsystem V und der Akademie der Künste im Rahmen von ohrenstrand.net. ohrenstrand.net wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, und die Kulturverwaltung des Landes Berlin.
Inspiriert wurde das Musiktheater „dann still“ durch den Roman "Die Schwester" von Malgorzata Saramonowicz. Es sind drei zunächst diffuse Stimmen, welche die Geschichte der „Schwester“ netzartig ausbreiten: die einer schwangeren, im Koma liegenden Frau, eines Bruders, eines Ehemanns - Beziehungen geprägt von Gewalt, Angst, Unwissen und Vergessen.
Gleichwohl verfolgt „dann still“ keine narrative Umsetzung des Romans. Vielmehr entstehen durch das Zusammenwirken von Musik, Bewegung, Licht, Bild und Raum Einblicke in die Seelen- und Gefühlswelt eines in Not geratenen (und diese Not empfindenden) Menschen – nicht nur einer von einem Mann missbrauchten Frau (wie im o. g. Roman), sondern auch als Ausdruck einer allgemeinen Entfremdung von Vitalität und Lebensverwirklichung und der damit einhergehenden Grausamkeit und Brutalität.
Erstarrtes und Bewegliches, Vergangenes und Gegenwärtiges treffen aufeinander – in der Choreografie durch zuvor aufgenommene Videosequenzen und den Tanz auf der Bühne, in der Musik durch die Einspielung digitaler und analoger Medien und live gespielter Instrumente (Stahlsaite, Sirenen, Cymbalon, Rahmentrommel). Undurchdringlichkeit, Transparenz oder Verspiegelung werden zu Eigenschaften der Bühne und ihrer Konstruktionen – eines Bewusstseins-Raums.