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Videoaufnahme der Fotoprobe am 14.01.10 | Kamera & Schnitt: Walter Bickmann. © TanzForumBerlin Jede Weiterverwendung der Trailer und Fotos ohne schriftliche Genehmigung von TanzForumBerlin ist untersagt.
Constanza Macras: Megalopolis
Wiederaufnahme:
31. August 2010, 20.00 Uhr
01. September 2010, 20.00 Uhr
02. September 2010, 20.00 Uhr
Schaubühne am Lehniner Platz
Kurfürstendamm 153
10709 Berlin
Karten: 030 - 890023
ticket@schaubuehne.de
www.schaubuehne.de
Regie und Choreographie: Constanza Macras
Von und mit: Fernanda Farah, Anouk Froideveaux, Hyoung-Min Kim, Ronni Maciel, Ana Mondini, Franz Rogowski, Denis Kuhnert, Johanna Lemke, Miki Shoji, Damir Zisko
Band: Santiago Blaum, Almut Lustig, Kristina Lösche-Löwensen
Dramaturgie: Carmen Mehnert
Bühne: Alissa Kolbusch
Kostüme: Gilvan Coelho de Oliveira, Sophie du Vinage
Musik: Santiago Blaum, Almut Lustig, Kristina Lösche-Löwensen
Ton: Stephan Wöhrmann
Licht: Sergio de Carvalho Pessanha
Video: Constanza Macras, Maria Onis, Tobias Götz
Eine Produktion von CONSTANZA MACRAS | DORKYPARK und Schaubühne am Lehniner Platz Berlin in Koproduktion mit dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau und MESS Sarajevo.
MEGALOPOLIS ist kein spezifischer, sondern ein metaphorischer Ort. Schauplatz ist die Stadt unter Einfluss der Globalisierung. Diese Stadt zeichnet sich durch die Unleserlichkeit heutiger Megastädte aus, die in das Chaos hineingeboren werden. Ihre Gesichtszüge sind ungezügelter Wachstum, Zerfall und eine unendliche Auflösung. Dichte und Enge der Stadt lösen die Grenzen zwischen privaten und öffentlichen Räumen auf, lassen sie beinahe verschwinden. Gleichzeitig zwingt uns diese Grenzenlosigkeit, die Stadt als eine Kollage wahrzunehmen, die aus unzähligen biographischen Schnitzeln besteht. Der Kampf zweier Strassenverkäufer um den besten Platz stellt heute eine existentielle Konfrontation dar und ist morgen schon vergessen.
Megastädte sind ein Paradigma für Räume, in denen Menschen zusammen leben, ohne sich zu kennen. Das immer präsente überwachungssystem bringt nicht nur ständig überwachte Wesen hervor, sondern erzeugt auch eine neue Art der Selbstwahrnehmung. Der Körper einer Person verwandelt sich so in ein expressives Instrument, welches Systeme und Regeln erschafft und zerstört. Welche Wechselbeziehungen haben da noch eine Gültigkeit? Wird die urbane Entwicklung Prinzipien folgen, die uns völlig unbekannt sind? Ist der erkennbare Verfall gesellschaftlicher Beziehungen Ursache oder Konsequenz für die Zeichen des Verfalls unserer Städte? MEGALOPOLIS ist ein Versprechen und ein Fluch. MEGALOPOLIS ist eine strahlende Stadt. MEGALOPOLIS ist ein unkontrollierbares Konstrukt, ständig in Bewegung.